Referenztabelle · DIN EN ISO 6946
U-Wert Tabelle für Gebäude – Wand, Fenster & Dach
Typische U-Werte für verschiedene Bauteile im Überblick. Nutzen Sie diese Tabelle als Referenz für Ihre Heizlastberechnung.
Außenwände
| Bauteil | U-Wert (W/m²K) |
|---|---|
| Massivwand ungedämmt (Altbau) | 1,5 – 2,0 |
| Massivwand mit 6 cm WDVS | 0,45 – 0,55 |
| Massivwand mit 14 cm WDVS | 0,20 – 0,25 |
| Holzständerwand gedämmt | 0,18 – 0,25 |
| KfW-55 Neubau Außenwand | 0,15 – 0,20 |
| Passivhaus Außenwand | 0,10 – 0,15 |
Fenster
| Bauteil | U-Wert (W/m²K) |
|---|---|
| Einfachverglasung (vor 1978) | 4,5 – 5,5 |
| Unbeschichtetes Isolierglas | 2,7 – 3,0 |
| 2-fach Wärmeschutzverglasung | 1,1 – 1,3 |
| 3-fach Wärmeschutzverglasung | 0,5 – 0,8 |
| Passivhaus-Fenster | 0,6 – 0,8 |
Dach
| Bauteil | U-Wert (W/m²K) |
|---|---|
| Dach ungedämmt (Altbau) | 1,5 – 2,5 |
| Dach mit 12 cm Zwischensparren | 0,30 – 0,40 |
| Dach mit 20 cm Aufsparren | 0,15 – 0,22 |
| Flachdach gedämmt | 0,15 – 0,25 |
| KfW-55 Dach | 0,14 – 0,20 |
Boden / Kellerdecke
| Bauteil | U-Wert (W/m²K) |
|---|---|
| Kellerdecke ungedämmt | 0,8 – 1,2 |
| Kellerdecke mit 6 cm Dämmung | 0,35 – 0,45 |
| Bodenplatte gedämmt (Neubau) | 0,20 – 0,30 |
| Passivhaus Bodenplatte | 0,10 – 0,15 |
Altbau vs. Neubau – U-Wert Vergleich
Der energetische Zustand eines Gebäudes wird maßgeblich durch die U-Werte seiner Bauteile bestimmt. Bei einem unsanierten Altbau sind die Wärmeverluste durch Wände, Fenster und Dach oft 5–10x höher als bei einem modernen Neubau.
Unsanierter Altbau (vor 1978)
- • Außenwand: 1,5 – 2,0 W/m²K
- • Fenster: 2,7 – 5,5 W/m²K
- • Dach: 1,5 – 2,5 W/m²K
- • Heizlast: ca. 120 – 200 W/m²
KfW-55 Neubau
- • Außenwand: 0,15 – 0,20 W/m²K
- • Fenster: 0,5 – 0,8 W/m²K
- • Dach: 0,14 – 0,20 W/m²K
- • Heizlast: ca. 25 – 50 W/m²
Eine energetische Sanierung – insbesondere Fassadendämmung und Fenstertausch – kann die Heizlast eines Altbaus um 50–70 % senken. Die Einsparung wirkt sich direkt auf die benötigte Wärmepumpenleistung und die Heizkosten aus.
Einfluss der Dämmung auf den U-Wert
Fassadendämmung (WDVS)
Reduziert den U-Wert der Außenwand von 1,5 auf 0,20–0,25 W/m²K. Größter Hebel bei der energetischen Sanierung.
Dachdämmung
Aufsparrendämmung mit 20 cm erreicht U-Werte von 0,15–0,22 W/m²K. Besonders wichtig, da warme Luft aufsteigt.
Kellerdeckendämmung
Kostengünstige Maßnahme: 6–10 cm Dämmung unter der Kellerdecke reduziert den U-Wert von 1,0 auf 0,30–0,40 W/m²K.
Fenstertausch
Austausch alter Einfachverglasung gegen 3-fach Wärmeschutzglas senkt den U-Wert von 5,0 auf 0,6 W/m²K.
Häufige Fragen zum U-Wert
Was ist der U-Wert?▾
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturdifferenz durch ein Bauteil fließt. Ein niedriger U-Wert bedeutet eine bessere Wärmedämmung.
Welche U-Werte schreibt das GEG vor?▾
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) fordert bei Sanierungen Mindest-U-Werte: Außenwand 0,24 W/m²K, Dach 0,24 W/m²K, Fenster 1,3 W/m²K, Kellerdecke 0,30 W/m²K.
Wie beeinflusst der U-Wert die Heizlast?▾
Je höher der U-Wert eines Bauteils, desto mehr Wärme geht verloren und desto höher ist die benötigte Heizlast. Eine bessere Dämmung (niedriger U-Wert) reduziert die Heizlast direkt.
Altbau vs. Neubau – was sind typische Unterschiede?▾
Altbauten (vor 1978) haben oft U-Werte von 1,5–2,5 W/m²K für Wände, während Neubauten nach KfW-55 Standard Werte von 0,15–0,20 W/m²K erreichen – ein Unterschied um Faktor 10.
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